10.04.2013

Masterplan Innenstadt - Was für eine Stadt wollen wir in Zukunft?

Meinen es die Ratsparteien im Rahmen der Masterplanung mit der Bürgerbeteiligung ernst, so muss einiges passieren. In der Vergangenheit war dies meist nicht der Fall! Die große Anzahl der Bielefelder Bürgerinitiativen macht dies deutlich. Eine positive Ausnahme war die Kesselbrinkplanung.

BÜRGERNÄHE fordert erneut, dass die Bürger/-innen darüber informiert werden, dass ihre Mitarbeit am Masterplan von der Politik ausdrücklich gewünscht ist. Alle Beratungen, auch der Lenkungsgruppe sollten öffentlich sein! Jede Bürgerin und jeder Bürger soll die Möglichkeit haben sich direkt zu informieren. Bei der Komplexität des Themas macht es sicher Sinn, die Interessen und Anregungen verschiedener Akteure in mehreren Veranstaltungen zu sammeln. Die Ergebnisse sollten schnell in den Medien nachvollziehbar dokumentiert werden!

Die Bürgerinitiativen müssen in dem Planungsprozess viel stärker einbezogen und beteiligt werden! In Ihnen arbeiten seit Jahren engagierte Leute, die ihre Interessen kompetent vertreten können. Im Zusammenhang mit dem Wilhelmstraßenquartier  hatten sich z.B. spontan rund 200 Bürgerinnen und Bürger beteiligt und ihre Vorstellungen zum Ausdruck gebracht. Diese Ressourcen sollten im Planungsprozess ebenfalls konsequent genutzt werden, um zu guten Lösungen zu kommen.

Und um grundsätzliche Fragen zu klären, wie wir u. a. eine sozial ausgewogene Quartiersentwicklung erreichen, ob wir integratives, urbanes Leben in der Innenstadt sicherstellen wollen, das auch nach Geschäftsschluss noch besteht, ob wir unsere Fußgängerzonen vor Verödung schützen wollen, und wie wir in Bielefeld in Zukunft stadtverträglich mobil sein wollen. Denn der Masterplan braucht letztendlich nicht nur im Rat eine politische Mehrheit, er muss von einer breiten Bürgerschaft für die nächsten Jahre auch bei wechselnden politischen Mehrheiten im Stadtrat getragen und umgesetzt werden!

Ratsgruppe BÜRGERNÄHE

 

Infos zum download: