Wildtiere in Zirkussen: Jetzt sind Einsicht und der Bundestag gefordert!

Die Wählergemeinschaft Bürgernähe unterstützt die Entscheidung des Bielefelder Stadtrats und die Argumente von Michael Gugat, die sich gegen einen Aufenthalt von Zirkussen mit Wildtieren in Bielefeld ausgesprochen haben.

„Es hat sich nicht zuletzt auf Grund von Vorkommnissen aus dem letzten Jahr um die Haltung eines Zirkuselefanten und Bären gezeigt, dass es beim Zurschaustellen von Elefanten, Bären und anderen großen Wildtieren an wechselnden Orten nicht nur gehäuft zu Verstößen kommt, sondern dass die aktuellen Erkenntnisse erneut deutlich gemacht haben, dass Tiere dieser Tierarten auch bei einer Haltung, wie sie etwa durch die Zirkusleitlinien vorgeschrieben sind, erhebliche Schäden entwickeln, die sich in chronischen (organischen) Erkrankungen z. B. des Skelettsystems zeigen und dass die Tiere darüber hinaus erhebliche Leiden aufweisen, die sich in gravierenden Verhaltensstörungen äußern. Im reisenden Gewerbe gibt es keine Alternativen, die geeignet sind, die festgestellten erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden der Tiere bei der Haltung und beim Transport wirksam zu beheben“, so die Argumentation des Bundesrats in seiner Entschließung zum Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tierarten im Zirkus vom 18. März 2016.

Und weiter: „Um der Problematik wirkungsvoll begegnen zu können, muss daher verhindert werden, dass die Tierarten, die absehbar gefährdet sind, weiter in Zirkussen gehalten werden. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Zirkusregister haben gezeigt, dass es systemimmanent bedingt trotz der zentralen Erfassung aller Wanderzirkusse nicht zu spürbaren Verbesserungen in den Tierhaltungen der genannten Arten gekommen ist.“ … „Das Verbot der Haltung bestimmter Tiere stellt einen Eingriff in die Berufsfreiheit der betroffenen Personen dar, der aber als geringgradig zu beurteilen ist. Ein Verbot bestimmter Tierarten ist somit verhältnismäßig.“

Aus Sicht der Wählergemeinschaft Bürgernähe sind Zirkusse mit Wildtieren sind Relikte aus dem letzten Jahrhundert. Sitzende Elefanten und fahrradfahrende Affen müssen der Vergangenheit angehören. Schauen wir auch mal nach Spanien, wo immer mehr spanische Regionen und Städte die jahrhundertealte Tradition des Stierkampfs verbieten, weil sie von der Mehrheit der Bürger als Tierquälerei abgelehnt wird, die nicht mehr ins 21 Jahrhundert passt.

Jetzt ist von allen Seiten statt Konfrontation eine sachliche Debatte gefordert, und nicht zuletzt eine Entscheidung des Bundestags.

 

 

BÜRGERNÄHE unterstützt die Aktivitäten des Bündnisses "Bielefeld Pelzfrei". Die Veranstaltung kritisiert das Töten von Pelztieren.

Die Wählergemeinschaft Bürgernähe appelliert an die BürgerInnen keine Echtpelze mehr zu kaufen und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wer Echtpelze kauft unterstützt das absolut unnötige Hinrichten von kleinen Pelztieren wie Nerze und Füchsen. Für einen einzigen Pelzmantel müssen zum Beispiel 150 Chinchillas ihr Leben lassen.

In der EU fristen etwa 30 Millionen Tiere ein klägliches Dasein in Pelzfarmen.

Damit das Fell nicht beschädigt wird, tötet man Nerze in Pelzfarmen mit Autoabgasen, Füchse bekommen Elektroden in den Mund und werden mittels Stromschlag getötet. Weitere Details ersparen wir den Leser.

Ersatzprodukte haben längst die gleiche Qualität wie Echtpelze. Das Töten ist einfach überflüssig.

Bürgernähe möchte nicht den Zeigefinger heben, sondern bittet alle Interessierten sich mit dem Thema zu beschäftigen und dann selber zu entscheiden, ob unter dem nächsten Weihnachtsbaum ein Pelz liegen soll. Eine Aufwertung des Images von Bielefeld wäre die Aussage „Bielefeld ist pelzfrei“

Christian Heißenberg und Gerd Bobermin

bielefeld-pelzfrei.de